Das Studienprogramm MA Minor in Digital Humanities des Walter Benjamin Kollegs wurde zum ersten Mal seit dessen Einführung im HS 2021 evaluiert. Beurteilt wurden die Qualität der Lehre, die gesellschaftliche Relevanz und die Entwicklungsfähigkeit. Der Abschlussbericht wurde von der Fakultät am 30. September 2024 genehmigt.
Mit dieser Evaluation legt der Studiengang den Grundstein zur Neukonzeption des Studienprogramms MA Major in Digital Humanities. Im Rahmen der Entwicklung des neuen DH MA Major werden für den DH MA Minor Anpassungen vorgenommen. Gleichzeitig wird das Angebot an Lehrveranstaltungen signifikant erweitert.
a. Massnahmen, die bereits getroffen wurden bzw. vorgesehen sind
1. Engere Verzahnung mit Projekten und Professuren der Philosophisch-historischen Fakultät, insbesondere durch Neuberufungen mit “digitalem Fokus”.
2. Ausbau des Lehrangebots durch den Einbezug weiterer Fächer und damit Erweiterung der Perspektiven.
3. Verschiebung der Einführungsveranstaltung ins Herbstsemester ab HS 2026: Diese Änderung erleichtert die Planung für Studierende und Lehrende, da die Einführungsveranstaltung in einer kohärenteren zeitlichen Struktur angeboten wird.
4. Ausbau der Informationen auf der Website.
5. Erweiterung des Programms mit einem MA Major. Dadurch wird das Studienprogramm weiter professionalisiert.
b. Massnahmen, die eine Studienplanänderung bedeuten
Die turnusmässige Evaluation des MA Minor bietet die empirische Grundlage für die Erweiterung durch den MA Major, der im Moment geschaffen wird. Der neue Studienplan wird Ende 2024 oder Anfang 2025 erwartet, dessen Inkrafttreten spätestens per HS 2026. Folgende Massnahmen werden als Reaktion auf diese Evaluation umgesetzt:
1. Ringvorlesung: Umstellung auf Pass/Fail-Bewertung: Die Umstellung von einer benoteten Leistung auf einen Pass/Fail-Bewertung soll den Fokus stärker auf das Verständnis und die Reflexion der Inhalte legen, statt auf die Erbringung einer benoteten Leistung.
2. Neubepunktung des Abschlussprojekts mit 7 statt 8 ECTS, um dem tatsächlichen Workload besser zu entsprechen. Diese Anpassung sorgt für eine realistischere Einschätzung des Arbeitsaufwands und fördert eine effektivere Planung der Projektarbeit.
3. Neubepunktung der Vertiefungsseminare mit 6 statt 5 ECTS, um den Arbeitsaufwand adäquat zu entsprechen. Diese Änderung spiegelt die Arbeitsbelastung und Komplexität der Seminare wider. Gleichzeitig werden Leitlinien verfasst, um den Umfang der Leistungsnachweise und damit der Arbeitsaufwand der Studierenden besser vergleichbar zu machen.
Der MA Minor DH soll auch in Zukunft das Profil der Masterstudierenden abrunden: Durch die Aneignung breiten Wissens an digitalen Methoden und Fertigkeiten können neue Ansätze und Anwendungen im Forschungsdiskurs des Hauptfaches entdeckt und entwickelt werden. Klar angestrebt wird der Ausbau des Lehrangebots und dessen Vernetzung innerhalb der Fakultät, dadurch entsteht die Möglichkeit, thematische und methodische Vertiefungen zu belegen und damit eine zusätzliche Spezialisierung und Fokussierung interdisziplinär wie fachinhärent zu erarbeiten. Die Studierenden können dadurch eine Vermittlungsposition einnehmen und Übersetzungsleistungen innerhalb und zu ihrem ‘Stammfach’ (Fach, in dem der MA Major belegt wird) und dessen digitale Bedürfnisse anbieten.